Donnerstag, 19. März 2015

2.BA-Arena Konferenz

Zum zweiten Mal fand am 16. März die „BA-Arena“ statt, diesmal im Dreierverbund mit der SBB, Swisscom und Zühlke.
Das kollaborative und interaktive Format fördert das gemeinsame Verständnis über Business Analyse und stärkt die Zusammenarbeit. Wichtigster Bestandteil ist der Gedankenaustausch über die Unternehmensgrenzen hinweg!

Neue Gedanken, unterschiedliche Ansätze, individuelle Erfahrungen aus Projekten wurden geteilt, diskutiert und neu definiert.

Die diesjährige BA-Arena fand wieder im Format einer Unconference statt und stand unter dem Motto „How to get to the business!“.

Mit dem  Impulsvortrag „TheHuman Side of Innovation“ von Stefan Heer wurde der Event eröffnet.
Darin thematisierte Stefan Heer die Unsicherheit bei Innovationsprojekten und zeigte ein „survival kit“ im Umgang mit Unsicherheit auf. Komfort-, Lern- und Panikzone waren Stichworte, die inspirierten und den weiteren Verlauf der BA-Arena massgeblich mitprägten.

Vielfältige Sessions
Ganz nach dem Format einer Unconference, standen im Vorfeld die fachlichen Inhalte nicht fest. Einzig die Organisatoren und die Rahmenbedingungen, also Hotel und Zeitraster (Timeslots) für Themen, waren definiert.

Im Anschluss an die Key Note hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit sein Thema, welches er mit anderen Teilnehmern besprechen, diskutieren und/oder bearbeiten wollte, im Plenum vorzustellen („pitchen“). 
Diese Möglichkeit wurde von einzelnen Teilnehmern, aber auch von Gruppen, rege genutzt und es kamen viele spannende Fragestellungen zusammen.

Danach fand ein Voting statt mit dem Ziel, die allgemein brennendsten Topics zu identifizieren. Die Themen mit den meisten Stimmen wurden in den Zeitplan übernommen und den Räumlichkeiten zugeordnet.

Und dann ging‘s los!

Insgesamt wurden 23 Themen in 1-stündigen Sessions bearbeitet. Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit an mindestens drei verschiedenen Sessions teilzunehmen.
Der Themen-Owner leitete zu Beginn seiner Session jeweils kurz ein, damit alle Teilnehmer verstanden, worum es geht und was das Ziel der Session ist. Auch eine kurze Präsentation als Hintergrundinformation wurde genutzt, um die Teilnehmer up-to-speed zu bringen. Diese Einführung dauerte jeweils nicht länger als 10 Minuten und ging nahtlos in die gemeinsame Themenbearbeitung über.

So wurde in Gruppen rege über Themen wie „Data Analyse und Business Analyse“, „Requirements Design“ aber auch über „pattern of great communication“ oder „User Experience vs. Funktionalität“ diskutiert. Das Engagement und die angregten Diskussionen in den Sessions liessen keine Langeweile aufkommen und gaben spannende und wertvolle Einblicke in unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungshintergründe.

Die Ergebnisse der Sessions wurden dokumentiert, sodass am Ende jede Gruppe die wichtigsten Erkenntnisse auf dem Flipchart zusammengefasst hatte.
Im Anschluss an die Sessions wurden die 12 am höchsten bewerteten Themen und die jeweiligen Diskussionsergebnisse allen Teilnehmern im Plenum vorgestellt, so z.B. das Thema “, „Radikale Innovation vs. kontinuierliche Verbesserung – Braucht es den gleichen BA dafür?“:

Praktisch jedes Unternehmen steht unter dem Druck eines sich ständig wandelnden Marktes. Sich schnell verändernde Wünsche und Anforderungen von Benutzern, Gesetzen und andere Regulierungen sowie immer rasantere Technologiewechsel führen dazu, dass einerseits die bestehenden Produkte schnell und flexibel angepasst und andererseits radikal neue Produkte und Geschäftsideen zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt gebracht werden müssen.

Die Fragestellung in der Session war, ob für beide Ansätze, radikale Innovation und kontinuierliche Verbesserung, der gleiche oder jeweils ein unterschiedlicher Business Analyst für die Umsetzung benötigt wird.

Thematisch haben wir anhand der Zielsetzung, dem Projektcharakter, der eingesetzte Methoden und den Fähigkeiten des Business Analysten die Unterschiede beleuchtet und diskutiert.

Indizien für den Einsatz von unterschiedlichen Business Analysten konnten jedoch nicht fundamentiert abgeleitet werden. Aber intuitiv, dem Bauchgefühl folgend, stimmten alle Teilnehmer darin überein, dass unterschiedliche Business Analysten benötigt werden.
Die Fragestellung bleibt somit vorerst offen und es bleibt weiterhin spannend!

Die Präsentationen spiegelten nochmals das Engagement der Teilnehmer und den hohen Value der einzelnen Sessions.

Nach getaner Arbeit wurde schliesslich bei einem Apero angestossen und die letzten Fragestellungen zu Ende diskutiert.

War der Event erfolgreich?
Der Erfolg einer solchen Veranstaltung lässt sich schwer nach Fakten bewerten, steht doch neben dem fachlichen Austausch auch das Networking im Fokus. Und dass der persönliche Kontakt sich positiv auf die Zusammenarbeit auswirkt, kann wohl jeder aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
Allein die Tatsache, dass über 60 Teilnehmer der SBB, Swisscom und Zühlke anwesend waren und 23 verschiedene Themen in den Sessions hoch motiviert diskutiert wurden, vermittelt mir ein sehr gutes Gefühl.

Hinzu kommen positive Bewertung durch die Teilnehmer sowie deren Statements:
  • „Den firmenübergreifenden Austausch finde ich toll!“ (SBB Mitarbeiter)
  • „Die Stimmung und die Atmosphäre sind grandios. Ich bin Fan von diesen „Breakout Sessions“ (SBB Mitarbeiter)
  • „Ich fand besonders die Auswahl der verschiedenen Themen, den Erfahrungsaustausch und die neuen Impuls sehr gut“, (Swisscom Mitarbeiter)
  • „Man nimmt sich Zeit für die Reflektion! Und man hört, dass andere Firmen die gleichen Probleme haben. Das tut gut“, (Swisscom Mitarbeiter)

Abschliessend lässt sich festhalten, dass der Event sowohl hinsichtlich fachlichem als auch persönlichem Austausch ausserordentlich wertvoll war. Die BA-Arena hat ein weiteres Mal dazu beigetragen, Business Analysten zusammen zu bringen, um fundiertes Fachwissen und praktischer Erfahrung in angeregten Diskussionen zu vereinen. Dieser Austausch ist zweifellos für jeden Business Analysten von unschätzbarem Wert und schafft Mehrwert in aktuellen und zukünftigen Projekten.

So können wir auch der nächsten BA-Arena gespannt entgegen sehen.

Sven Krause

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